Die meisten Bauherren fragen zuerst nach dem Preis. Die zweite Frage ist fast immer: Wie lange wohne ich mit einem Gerüst vor dem Fenster? Hier steht, was in welcher Reihenfolge passiert — und was Sie vorher regeln sollten.
Zuerst wird geschaut, nicht gerechnet. Wie ist die Unterkonstruktion in Schuss? Gibt es eine Unterspannbahn? Wie ist gedämmt, und ist die Dämmung trocken? Erst danach lässt sich sagen, ob eine Teilsanierung reicht oder die Eindeckung komplett herunter muss.
Dauer: ein bis zwei Stunden. Sie sollten dabei sein, damit wir Ihnen zeigen können, worum es geht.
Ein sauberes Angebot braucht ein paar Tage. Danach kommt die Frage des Termins, und hier sind wir ehrlich: Ein guter Dachdecker ist selten kurzfristig frei. Rechnen Sie je nach Jahreszeit mit einigen Wochen Vorlauf. Wer im Herbst anfragt, baut oft im Frühjahr.
Das Gerüst steht ein bis zwei Tage vor Arbeitsbeginn und bleibt bis zum Ende. Was Sie vorher regeln sollten: Parkplätze für die Aufbaukolonne, Zugänglichkeit rund ums Haus, und ein Hinweis an die Nachbarn, wenn das Gerüst an ihre Grundstücksgrenze reicht.
Die alte Eindeckung kommt herunter, Lattung und Sparren werden geprüft. Das ist der Moment, in dem sich zeigt, ob die Kalkulation hält. Schädigte Hölzer werden ersetzt, und wenn größere Überraschungen auftauchen, sprechen wir mit Ihnen, bevor es weitergeht.
Das Dach ist in dieser Phase offen. Deshalb wird abschnittsweise gearbeitet und abends immer wetterfest geschlossen. Bei angekündigtem Starkregen wird gar nicht erst geöffnet — das ist der Grund, warum sich Bauzeiten im Herbst verschieben können.
Wenn gedämmt wird, geschieht es jetzt. Danach kommen Unterspannbahn, Konter- und Traglattung. Diese Schicht sieht später niemand mehr, entscheidet aber darüber, ob das Dach in zwanzig Jahren noch trocken ist.
Die neuen Ziegel kommen aufs Dach, parallel dazu die Spenglerarbeiten: Kehlen, Traufbleche, Ortgang, Anschlüsse am Schornstein, Rinnen und Fallrohre. An diesen Übergängen entstehen die meisten späteren Schäden, wenn sie nicht sauber ausgeführt sind.
Wir gehen gemeinsam durch, was gemacht wurde. Erst danach kommt das Gerüst herunter — falls bei der Abnahme etwas auffällt, ist es dann noch da.
Bei einem Einfamilienhaus mit einfachem Satteldach und gutem Wetter sind es typischerweise ein bis zwei Wochen reine Bauzeit. Mit Dämmung, Gauben oder zusätzlichen Dachfenstern werden es zwei bis drei. Dazu kommen Gerüstauf- und -abbau.
Was die Zeit verlängert: Wetter, unerwartete Schäden am Dachstuhl, und Sonderbauteile mit Lieferzeit. Was sie verkürzt: eine frühe Entscheidung über Material und Farbe, damit nichts auf Lieferung wartet.
Der letzte Punkt wird am häufigsten übersehen und ist der teuerste Fehler — meist in die andere Richtung, als man denkt. Beim BAFA muss zur Antragstellung bereits ein Vertrag vorliegen, versehen mit einer Klausel, die ihn an die Förderzusage bindet. Wer erst den Antrag stellt und noch keinen Vertrag hat, kommt genauso wenig durch wie jemand, der ohne diese Klausel unterschreibt. Wir schreiben Ihnen die Klausel in den Vertrag, sagen Sie uns einfach vorher Bescheid. Wie das genau abläuft, steht im Ratgeber zur Förderung.
Und wie sich die Bauzeit anfühlt, wenn Sie währenddessen im Haus wohnen, steht im Ratgeber Sanieren im bewohnten Haus.
Wir arbeiten in Potsdam und Umgebung im Umkreis von rund 25 Kilometern, unter anderem in Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Falkensee, Werder (Havel), Schwielowsee, Michendorf und im angrenzenden Berliner Südwesten.