Eine Dämmung ist keine Materialfrage, sondern eine Frage der Schichten und ihrer Reihenfolge. Wer nur Material zwischen die Sparren stopft, bekommt im schlechtesten Fall ein Dach, das feuchter ist als vorher. Deshalb fangen wir bei der Konstruktion an, nicht beim Katalog.
Der häufigste Weg, weil er von innen geht — ohne Gerüst, ohne dass die Eindeckung herunter muss. Die Grenze setzt die Sparrenhöhe: Was nicht zwischen die Hölzer passt, passt eben nicht. Und die Sparren selbst dämmen kaum, sie bleiben als Wärmebrücke stehen. Bei knapper Höhe kombinieren wir deshalb mit einer dünnen Lage unter den Sparren.
Die bauphysikalisch sauberste Lösung: eine durchgehende Dämmschicht über den Sparren, ohne Unterbrechung. Der Dachstuhl bleibt innen sichtbar, der Wohnraum wird nicht kleiner. Dafür muss die Eindeckung herunter — sinnvoll also genau dann, wenn ohnehin saniert wird. Das Dach wird dabei etwas höher, was an Traufe, Ortgang und Anschlüssen mitgeplant werden muss.
Wenn der Dachboden nicht ausgebaut ist und es auch nicht werden soll, ist das der günstigste Wärmeschutz überhaupt — oft an einem Tag erledigt. Für ungenutzte oberste Geschossdecken gibt es zudem eine gesetzliche Nachrüstpflicht, wenn sie nicht bereits einen Mindestwärmeschutz erfüllen.
Nicht am Dämmstoff, sondern an der Luftdichtheit. Warme Raumluft transportiert Feuchte. Findet sie durch eine undichte Dampfbremse einen Weg in die Dämmebene, kühlt sie dort ab und fällt als Tauwasser aus — im Holz, das man nicht sieht. Deshalb ist die Dampfbremse kein Zubehör, sondern das eigentliche Bauteil: Sie muss an jeder Durchdringung sauber angeschlossen sein, an Kamin, Rohren, Steckdosen, an der Wand und am Dachfenster.
Genauso wichtig ist die Belüftungsebene über der Dämmung. Wo sie zugestopft wird, staut sich Feuchte unter der Eindeckung. Beides prüfen wir bei der Bestandsaufnahme, bevor wir über Dämmstärken reden.
Die meisten Dämmungen werden für den Winter gerechnet und im Sommer bereut. Ein Dachgeschoss, das im August nicht nutzbar ist, hat kein Heizproblem, sondern ein Speicherproblem: Leichte Dämmstoffe lassen die Hitze schnell durch, schwere halten sie auf. Wenn unter dem Dach gewohnt oder gearbeitet wird, planen wir den sommerlichen Wärmeschutz von vornherein mit — über die Wahl des Dämmstoffs und über Verschattung an den Dachfenstern.
Fördermittel: der Antrag kommt vor dem Auftrag. Für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle gibt es Förderprogramme. Sie haben eines gemeinsam: Sie müssen bewilligt sein, bevor gearbeitet wird. Wer erst beauftragt und dann beantragt, geht in der Regel leer aus. Zu unseren Energiekonzepten gehören Beratung, Planung und die Anträge — sprechen Sie uns früh darauf an. Welche gesetzlichen Mindestwerte bei einer Sanierung einzuhalten sind, rechnen wir Ihnen für Ihr Bauteil konkret aus.
Die letzten beiden Fragen entscheiden oft mehr als alle anderen — mehr dazu auf unserer Seite zur Altbausanierung.
Fotos vom Dachstuhl von innen, gern auch vom Spitzboden, sagen uns mehr als jede Beschreibung. Schicken Sie sie uns im Projekt-Check, dort können Sie auch Grundrisse und alte Unterlagen hochladen.
Wir arbeiten in Potsdam, Babelsberg, Werder (Havel), Schwielowsee, Michendorf, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Teltow und im angrenzenden Berliner Umland.